Rathausbrunnen

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Der Rathausbrunnen ist ein Zierbrunnen in der Innenstadt. Er befindet sich im südwestlichen Teil des Burgplatzes vor dem Eingang zum Ratskeller im Neuen Rathaus.

Beschreibung

Gesamtansicht

In einem steinernem Wasser­becken mit acht­eckigem Grund­riss befindet sich ein Stein­sockel mit quadrati­schem Grund­riss. Dieser geht in eine runde Säule über, die im unteren Bereich einen Kranz trägt, der aus zahlreichen bronzenen wasser­speienden Märchen- und Tier­figuren besteht, die alle oben und unten durch je einen den Brunnen kreis­förmig umlaufenden Bronzereif verbunden sind. Den oberen Abschluss der sich in Glocken- und Vasen­form zunächst verjüngenden, dann aber wieder verdickenden Säule bildet ein quadratisches Kapitell, an dessen Unter­seite noch einmal vier bronzene Tier­köpfe Wasser in das Becken speien. Auf dem Kapitell steht eine bronzene Figuren­gruppe, die aus einem Flöten­spieler besteht, zu dessen Füßen zwei Jungen spielen. Wegen dieses Motivs, das an das Märchen Der Ratten­fänger von Hameln erinnert, wird der Brunnen auch als Rattenfängerbrunnen (wie auf dieser Ansichtskarte) bezeichnet.

Detail

Am Brunnensockel befinden sich eine Widmungs­tafel (Westseite, »Zur Erinnerung an die Einweihung des Neuen Rathauses am 7ten Oktober 1905«) sowie drei Porträt­medaillons: für die beiden Leipziger Oberbürgermeister Otto Georgi (1831–1918, er legte den Grundstein für das Neue Rathaus) und Bruno Tröndlin (1835–1908, er eröffnete das Neue Rathaus) sowie für den Leipziger Architekten Hugo Licht (1841–1923, er entwarf das Neue Rathaus).

Geschichte

Der Brunnen wurde von dem Bildhauer Georg Wrba (1872–1936) entworfen und in den Stein­bauteilen auch aus­geführt.

Am 7. Oktober 1908, dem dritten Jahrestag der Einweihung des Neuen Rathauses, wurde der Rathaus­­brunnen übergeben.

Weblinks

Literatur