Crensitzer Weg
Der Crensitzer Weg ist eine Anliegerstraße in der Siedlung St. Georg (Stadtteil Eutritzsch). Sie liegt auf dem Flurstück 662 der Gemarkung Eutritzsch und hat den amtlichen Straßenschlüssel 08162.
Verlauf
Die 130 Meter lange Straße beginnt am Zschölkauer Weg (bis 1945 Kunzeweg), führt geradlinig und kreuzungsfrei nach Norden und mündet schließlich in den Krostitzer Weg (bis 1945 Steinbachstraße). Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der östlichen Straßenseite.
Geschichte
Die Straße wurde in den 1930er Jahren mit der Siedlung St. Georg angelegt. Am 19. Juni 1936 erhielt sie den Namen Thriemerweg ()[1], was am 29. August 1936 verkündet wurde. Mit dieser Benennung wurde der SA‑Mann Walter Thriemer (1907–1931) geehrt; alle Straßen dieser Siedlung wurden nach jungen Nationalsozialisten benannt, die vor 1933 gewaltsam starben.
Am 9. Juli 1945 wurde beschlossen, den Thriemerweg in Crensitzer Weg ()[2] umzubenennen. Dies wurde am 11. Juli 1945 bekannt gegeben. Der neue Name nimmt Bezug auf die damalige Gemeinde Krensitz nördlich von Leipzig, wobei deren alte Schreibweise Crensitz aber schon 1937 durch Krensitz ersetzt wurde.[3] Es handelte sich 1945 also um eine amtliche Falschschreibung, die bis heute nicht korrigiert wurde. Gleichzeitig wurden auch alle anderen Straßen der Siedlung St. Georg nach Gemeinden benannt, die nördlich von Leipzig im damaligen Landkreis Delitzsch lagen.
Bei der Einführung der Kommunalen Gliederung am 18. März 1992 wurde die Straße dem Statistischen Bezirk 930 im Ortsteil Eutritzsch zugeordnet.
Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04129.
Weblinks
Quellen
- Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen (Hrsg.): Verzeichnis Leipziger Straßennamen. PDF (ohne Ort, ohne Jahr, ohne Paginierung; Redaktionsschluss Dezember 2018), Seite [607] – Hier wird falsch behauptet, Crensitz sei die damalige amtliche Schreibweise gewesen. Soll damit die amtliche Falschschreibung vertuscht werden?
Fußnoten
- ↑ korrekte Schreibweise in gebrochener Schrift
- ↑ korrekte Schreibweise in gebrochener Schrift
- ↑ vergleiche die Meldung vom 5. Dezember 1937 in der Mitteldeutschen Nationalzeitung