Straßennamen in Lößnig

Aus Leipzig-Wiki

Dieser Artikel beschreibt die aktuellen und ehemaligen Straßennamen im Leipziger Stadtteil Lößnig. Wenn Straßen auch Nachbar­stadtteile erschließen, ist in Klammern der Lößniger Hausnummer­bereich genannt und bei den ehemaligen Straßennamen nur der Lößniger Abschnitt berücksichtigt.

Aktuelle Straßennamen

Zur Zeit gibt es im Leipziger Stadtteil Lößnig 40 Straßennamen:

Ehemalige Straßennamen

Außerdem gibt es 19 ehemalige Straßennamen:

Erstbenennungen

Gemeinde

Lößnig 1892

Wann in der Gemeinde Lößnig erstmals Straßennamen vergeben wurden, ist nicht bekannt. Jedenfalls zeigt ein Stadtplan aus dem Jahre 1892 bereits die Straßen­namen Alte Bornaische Straße, Am Kirchplatz, Dorfstraße, Feldstraße und Seitengasse. – Als Adresse wurden diese Straßennamen aber nicht benutzt, sondern nur die fortlaufende Kataster­nummer innerhalb des Dorfs. Erstmals im Leipziger Adreßbuch 1911 erschienen straßenbezogene Haus­nummern für die alten Straßen.

Alt-Lößnig

  • 10. März 1903 Colloredostraße, Lobstädter Straße, Merveldtplatz, Merveldtstraße, Röthische Straße
  • 30. Oktober 1903 Leisniger Straße, Liechtensteinstraße
  • 7. August 1908: Dürrstraße, Küstnerstraße, Pohlentzstraße
  • 7. November 1910: Blasbalgstraße, Hessen-Homburg-Straße, Zehmischstraße

Gudrunsiedlung

  • 21. September 1931: Gudrunplatz, Gudrunstraße, Hettelweg, Hildburgstraße, Hildeweg, Ortrunweg, Sigebandweg, Watestraße
  • 23. Mai 1937 Herwigstraße

Rundling

  • 12. April 1930: Brunhildstraße, Dankwartstraße, Giselherstraße, Kriemhildstraße, Nibelungenring, Siegfriedplatz, Siegfriedstraße, Volkerstraße
  • 21. September 1931: Etzelstraße

Neu-Lößnig

  • 9. Juni 1971: Bernhard-Kellermann-Straße, Hans-Marchwitza-Straße, Johannes-R.-Becher-Straße, Kurt-Tucholsky-Straße, Willi-Bredel-Straße

Lößnig-Dölitz

  • 24. September 1973: Georg-Maurer-Straße, Gersterstraße

Umbenennungen

Nach der Eingemeindung von Lößnig in die Stadt Leipzig zum 1. Januar 1891 wurde am 25. September 1901 beschlossen, vier alte Straßen wegen Namens­gleichheit umzubenennen. Dabei wurden die Dorfstraße, der Kirchplatz und die Waldstraße zusammengefasst und gemeinsam in Raschwitzer Straße umbenannt. Die Seitengasse erhielt den Namen Haasegasse.

Von der politischen Massenumbenennung vom 1. August 1945 waren in Lößnig nur zwei Straßen betroffen: die Bornaische Straße erhielt den Name Fritz-Austel-Straße, aus der Münchner Straße wurde die Karl-Jungbluth-Straße.

Bei der politischen Massenumbenennung vom 1. November 1950 erhielten die nach hohen Militärs der Befreiungs­kriege 1813 benannten Straßen und Plätze neue Namen: Colloredostraße → Ernst-Toller-Straße, Hessen-Homburg-Straße → Teichgräberstraße, Merveldtplatz und -straße → Rembrandtplatz und -straße. Erstaunlich, dass die Liechtensteinstraße ihren Namen nicht verlor.

Bei der politischen Massenumbenennung vom 19. November 1991 erhielt die Fritz-Austel-Straße wieder ihren alten Namen Bornaische Straße.

Literatur

  • Plan von Leipzig. [Beilage zum Leipziger Adress­buch 1892] – Digitalisat
  • Raabe, Monika: Lößnig 950 Jahre. [Leipzig 1990]. Seite 48 u. a.
  • Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen (Hrsg.): Verzeichnis Leipziger Straßennamen. Redaktionsschluss Dezember 2018. Ohne Ort, ohne Jahr, ohne Seitenzählung. – Vorsicht: unvollständig und oft ungenau oder sogar falsch! – PDF
  • Stadtarchiv Leipzig (Hrsg.): Lexikon Leipziger Straßennamen. Leipzig: Verlag im Wissenschaftszentrum, 1995.