Peilickestraße

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Die Peilickestraße ist eine Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Anger-Crottendorf. Sie liegt auf den Flurstücken 406 und 397 der Gemarkung Crottendorf und hat den amtlichen Straßen­schlüssel 03142.

Verlauf

Die 245 Meter lange Straße beginnt an der Sellerhäuser Straße (gegenüber der Einmündung der von Westen kommenden Stünzer Straße) und führt zunächst bogen­förmig in nord­östliche Richtung. Hier kreuzt sie die Gregor-Fuchs-Straße (ursprünglich: Lüderitzstraße) und führt im weiteren Verlauf geradlinig in nord­östliche Richtung, wobei sie die von Westen kommende Trinitatisstraße aufnimmt. Schließlich mündet sie in die Krönerstraße. Die geradzahligen Hausnummern 2 bis 24 befinden sich auf der südöstlichen Straßen­seite, die ungeradzahligen Hausnummern 3 bis 9 gegenüber.

Der Abschnitt zwischen Sellerhäuser und Gregor-Fuchs-Straße bildet mit diesen beiden Straßen eine kleine dreieckige Grün­anlage, die im Jahre 2020 den Namen Trinitatisplatz erhielt.

Geschichte

Die Straße wurde um 1910 auf ehemaliger Crottendorfer Feldflur angelegt. Am 4. Oktober 1911 wurde beschlossen, der zunächst als Straße H geplanten Straße den Namen Peilickestraße ()[1] zu geben. Dies trat am 27. Oktober 1911 in Kraft. – Mit dieser Benennung wird an den Leipziger Juristen und Bürger­meister Dr. Johann Wolfgang Peilicke (1511–1596) erinnert,[2] dessen Geburts­tag sich gerade zum 400. Mal jährte.

Bei der Einführung der Kommunalen Gliederung am 18. März 1992 wurde die Straße dem Statistischen Bezirk 223 im Ortsteil Anger-Crottendorf zugeordnet.

Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04318.

Literatur

  • Klank, Gina; Griebsch, Gernot: Lexikon Leipziger Straßennamen. Leipzig: Verlag im Wissenschaftszentrum, 1995. Seite 165 – Hier wird bie Benennung nach Johann Wolfgang Peilicke: geb. 25.03.1536 in Leipzig, gest. 30.11.1617 in Leipzig; Bürgermeister in Leipzig 1577–1596 behauptet. Das ist widersprüchlich: Die Vornamen und Regierungszeiten gehören zu Wolfgang Peilicke (1511–1596), die Lebensdaten zu dessen Sohn Johann Peilicke (1536–1617), der nicht Wolfgang hieß und erst ab 1602 sechsmal regierender Bürgermeister war.
  • Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen (Hrsg.): Verzeichnis Leipziger Straßen­namen. PDF (ohne Ort, ohne Jahr, ohne Paginierung; Redaktionsschluss Dezember 2018), Seite [2075] – Auch hier die Vereinigung von Vater und Sohn zu einer Person.

Weblinks

Fußnoten

  1. korrekte Schreibweise in gebrochener Schrift
  2. Kühling, Karin; Mundus, Doris: Leipzigs regierende Bürgermeister vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Sax-Verlag, Beucha 2000. Seite 25