Adam Friedrich Oeser: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 1. November 2024, 13:22 Uhr

Adam Friedrich Oeser war Maler und Bild­hauer in Leipzig. Er war der erste Direktor der Leipziger Kunstakademie.

Leben

Adam Friedrich Oeser ()[1] wurde am 17. Februar 1717 in Preßburg geboren. Die Stadt an der Donau war damals Haupt­stadt des Königreichs Ungarn, seit 1993 ist Bratislava die Haupt­stadt der Slowakischen Republik.

Nach einer zwei­jährigen Lehre in Preß­burg bei dem Maler Ernst Friedrich Kamauf (1696–1749) ging Oeser im Jahr 1730 nach Wien, wo er bis 1739 an seiner künstlerischen Aus­bildung arbeitete. In den Jahren 1733 bis 1735 studierte er noch einmal in Preß­burg bei dem Bild­hauer und Medailleur Georg Raphael Donner (1693–1741). Im Jahr 1739 verließ Oeser Wien und ging nach Dresden, wo er bis 1756 als Maler arbeitete.

Adam Friedrich Oeser

Seit 1759 wirkte Oeser in Leipzig. Am 6. Februar 1764 wurde er erster Direktor der neu gegründeten Leipziger Zeichen­akademie, des ältesten Vorläufers der heutigen Hochschule für Graphik und Buchkunst; dieses Amt führte er bis zu seinem Tode. Am 13. Februar 1764 wurde er zum kur­fürst­lichen Hof­maler ernannt.

Zwischen 1765 und 1768 gab Oeser dem Studenten Johann Wolfgang Goethe (1749–1832) Zeichen­unterricht.

Im Jahr 1776 wurde Oeser in die Leipziger Frei­maurer-Loge Balduin auf­genommen.

Am 18. März 1799 starb Adam Friedrich Oeser im Alter von 82 Jahren in Leipzig.

Am 4. Januar 1800 folgte ihm Friedrich Tischbein (1750–1812) im Amt des Direktors der Kunst­akademie.

Am 3. Februar 1800 wurde ein Teil seines Nach­lasses, vor allem Kupfer­stiche und Kupferstich-Werke, durch den Leipziger Buch­händler und Auktionator August Weigel (1773–1846) versteigert.

Familie

Oeser heiratete am 5. November 1745 Rosine Elisabeth Hohburg, mit der er acht Kinder hatte, von denen vier bereits als Kind starben. Bekannt wurden die Töchter Friederike Oeser (1748–1829) und Wilhelmine Geyser (1755–1813) sowie der Sohn Johann Friedrich Ludwig Oeser (1751–1791).

Werke

Von Oeser stammt unter anderem die Aus­malung des Fest­saales des Gohliser Schlöss­chens und der Nikolai­kirche sowie das alte Gellert­denkmal und das Königs­denkmal.

Erinnerung

Im Jahr 1881 erhielt die heutige Bose­straße in der Westvorstadt den Namen Oeser­straße. Seit 1895 heißt eine Straße in Schleußig wieder Oeser­straße. Seit dem September 1999 trägt die 70. Schule (Grund­­schule) in Eutritzsch den Namen Adam-Friedrich-Oeser-Schule.

Weblinks

Literatur

  • Förster, Otto Werner: Adam Friedrich Oeser (1717–1799) »Stille Größe und edle Einfalt«. – In: Förster, Otto Werner (Hrsg.): Frei­maurer in Leipzig. TAURUS Verlag, Leipzig 1999. Seite 15–21
  • Gräfe, Kristina: Adam Friedrich Oeser und die Gründung der Kunst­akademie in Leipzig. – In: Topfstedt, Thomas; Zwahr, Hartmut (Hrsg.): Leipzig um 1800. Beiträge zur Sozial- und Kultur­geschichte. Beucha: Sax-Verlag, 1998. Seite 127–142
  • Loh, Gerhard: Biblio­graphie der Antiquariats-, Auktions- und Kunst­kataloge (BAK). Sonder­band 5: Verzeichnis der Kataloge von Buch­auktionen und Privat­bibliotheken aus dem deutsch­sprachigen Raum 1796–1809. Leipzig 2008.
  • Stadtarchiv Leipzig (Hrsg.): LEXIKON Leipziger Straßen­namen. Leipzig: Verlag im Wissen­schafts­­zentrum, 1995. Seiten 39, 159

Fußnoten

  1. korrekte Schreibweise in gebrochener Schrift