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Die Bronzeplastik zeigt eine halb auf einen Baum­stumpf knieende nackte junge Frau, die beide Hände in die Hüften stemmt. Sie stand auf einem Sockel, von dessen Oberseite zwei Eidechsen und ein Frosch je zwei Wasserstrahlen in einem Bogen ins Becken sendeten. An drei Seiten des Sockels befanden sich Dämonen­köpfe, die aus ihrem Maul jeweils einen Wasserstrahl direkt in das Becken schickten. Das steinerne Wasserbecken ist kreisrund, die Brunnenplastik ist aber aus dem Mittelpunkt an die Rückwand der Nische versetzt. | Die Bronzeplastik zeigt eine halb auf einen Baum­stumpf knieende nackte junge Frau, die beide Hände in die Hüften stemmt. Sie stand auf einem Sockel, von dessen Oberseite zwei Eidechsen und ein Frosch je zwei Wasserstrahlen in einem Bogen ins Becken sendeten. An drei Seiten des Sockels befanden sich Dämonen­köpfe, die aus ihrem Maul jeweils einen Wasserstrahl direkt in das Becken schickten. Das steinerne Wasserbecken ist kreisrund, die Brunnenplastik ist aber aus dem Mittelpunkt an die Rückwand der Nische versetzt. | ||
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*Hocquél, Wolfgang: ''Das badende Mädchen ist wieder da''. – In: Leipziger Blätter 38(2001), Seite 28 | *Hocquél, Wolfgang: ''Das badende Mädchen ist wieder da''. – In: Leipziger Blätter 38(2001), Seite 28 | ||
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Version vom 12. Oktober 2024, 12:14 Uhr
Das Badende Mädchen ist ein Zierbrunnen in der Leipziger Innenstadt. Er befindet sich in einer Nische an der Fassade des Alten Rathauses zum Markt, etwas versteckt unter den Arkaden, unmittelbar links neben dem Durchgang zum Naschmarkt.
Beschreibung

Die Bronzeplastik zeigt eine halb auf einen Baumstumpf knieende nackte junge Frau, die beide Hände in die Hüften stemmt. Sie stand auf einem Sockel, von dessen Oberseite zwei Eidechsen und ein Frosch je zwei Wasserstrahlen in einem Bogen ins Becken sendeten. An drei Seiten des Sockels befanden sich Dämonenköpfe, die aus ihrem Maul jeweils einen Wasserstrahl direkt in das Becken schickten. Das steinerne Wasserbecken ist kreisrund, die Brunnenplastik ist aber aus dem Mittelpunkt an die Rückwand der Nische versetzt.
Geschichte
Die ursprüngliche Bronzeplastik wurde im Jahr 1909[1] vom Leipziger Bildhauer Johannes Hartmann (1869–1952) anlässlich der umfassenden Renovierung des Alten Rathauses geschaffen. Ein zweiter Zierbrunnen, der Badende Knabe, befindet sich im Durchgang zum Naschmarkt.
In der Nacht zum 7. Oktober 1992 wurde die Originalplastik einschließlich des Sockels gestohlen, seitdem ist sie verschollen. Am 2. Dezember 2000 wurde eine nach fotographischen Vorlagen rekonstruktierte Figur von Klaus Schwabe (1939–2017) an ihre Stelle gesetzt, so dass der Zierbrunnen annähernd wieder seine frühere Gestalt zeigt.
Weblinks
Literatur
- Hocquél, Wolfgang: Das badende Mädchen ist wieder da. – In: Leipziger Blätter 38(2001), Seite 28
Fußnoten
- ↑ Die rechts neben der Nische befindliche Tafel behauptet „1905“.